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AKTUELLES


September 2015

Nach langen Diskussionen und Beratungen hat die International Organization for Standardization am 23. September 2015 die revidierte Fassung der ISO 9001 veröffentlicht. Die ISO 9001:2015 löst die aktuelle Fassung ISO 9001:2008 ab.

November 2015

  • Ab spätestens dem 14. September 2018  - gemäß Übergangsfrist – müssen ISO 27001, ISO 9001 und ISO 14001 an den neuen Standard angepasst worden sein. Die ISO 18001 wird sehr wahrscheinlich in 2016 veröffentlicht werden und die gleiche High Level Structure erhalten.
  • Bis zum 14. September 2018 ist es ohne weiteres möglich die Firma nach den alten Standards ISO 9001:2008 bzw. ISO 14001:2008  zertifizieren oder reauditieren zu lassen.
  • Allerdings kann - ab sofort - auch schon nach der neuen Fassung zertifiziert werden. Ein frühzeitiger Umstieg auf die neue Version empfiehlt sich um bei Erstzertifizierung die volle Laufzeit von 3 Jahren in Anspruch nehmen zu können. Der beste Weg jedoch wäre der frühzeitige Einstieg in die neue Zertifizierung. Nur so können Sie zeigen, wie wichtig Ihnen Ihr Managementsystem ist.

Was ändert sich durch die neue ISO 9001:2015 für Ihr Unternehmen? Was müssen Sie anpassen?

  • Die herausragende Neuerung der ISO 9001:2015 besteht in der Etablierung einer übergeordneten Struktur, der sogenannten High Level Structure. Hintergrund ist, dass alle Managementsysteme  auf bestimmten Grund­elementen basieren – so auch die ISO-Standards wie ISO 9001, ISO 14001 für Umweltmanagement, BS OHSAS 18001 für Arbeitssicherheit und ISO 27001 für Informationssicherheit. Die gemeinsame Gliederung der Normen erleichtert den Aufbau eines integrierten Managementsystems (IMS), die jetzt 10 Normkapitel (vorher nur 8) umfasst.
  • Die neue ISO 9001 verlangt eine aktivere Rolle der obersten Leitung gegenüber dem Qualitätsmanagement. Diese soll künftig die Verantwortung für die Wirksamkeit des Managementsystems allein übernehmen. Stattdessen muss die enge Verzahnung des Qualitätsmanagements mit der strategischen Führung, mit dem Controlling und damit mit der Unternehmensleitung dargestellt werden. Stärker als bisher ist ein klares Bekenntnis zur Führungsaufgabe gefordert. Statt eines Qualitäts­management­beauftragten muss künftig ein Mitglied der Unternehmens- oder Organisationsführung das Thema repräsentieren. Die Managementbewertung  wird ergänzt um Aspekte der strategischen Ausrichtung, der Berücksich­tigung von Stakeholdern und der strategischen Risiko­betrachtung.
  • Die ISO 9001:2015 geht davon aus, dass ein Grundver­ständnis für Risikobewertungen für Organisationen aller Arten zunehmend wichtig ist. Deshalb wird erstmals das Konzept des risikobasierten Denkens eingeführt. Zwar wird kein Risikomanagement gefordert, doch sollen Organisationen Risiken identifizieren und angemessen berücksichtigen können. Im Gegenzug entfällt eine spe­zifische Forderung nach Vorbeugungsmaßnahmen.
  • Anstelle von Dokumenten und Nach­weisen wird nur noch von dokumentierter Information gesprochen.  Die Organisation kann anhand ihrer spezifischen Kompetenzen und Strukturen selbst ent­scheiden, in welchem Umfang dokumentieren will. Diese Entscheidung muss im Rahmen der Zertifizie­rung gegenüber dem Auditor begründet werden.
  • Dass die Dienstleistungsbranche weiter wächst, schlägt sich auch in der ISO 9001:2015 nieder. Die Neufassung noch stärker auf die Belange von Dienstleistungsunterneh­men ausgerichtet. So heißt es nun Produkt / Dienstleistungen
  • An zwei Stellen wird in der neuen Version auf die soge­nannten interessierten Parteien (englisch: Stakeholder) verwiesen, deren Belange es für die jeweilige Organisation zu berücksichtigen gilt. Konkret heißt das: Organisationen sollen sich nicht nur um gesetzliche und behördliche Anforderungen und ihre Kunden Gedanken machen, sondern auch um die Beziehung zu ihren Beschäftigten, Partnern, Lieferanten, Banken, Gemeinden und sogar Konkurrenten
  • Zukünftig muss die Organisation, "erforderliche Inputs" und "erwartete Outputs" für jeden Prozess festzulegen und diesen messen - KPIs (Key Process Indicators) sind jetzt für jeden Prozess gefordert.


Was ist NEU bei der ISO 9001:2015?

Die High Level Structure mit den Kapiteln:
  1. Anwendungsbereich
  2. Normative Verweisungen
  3. Begriffe
  4. Kontext der Organisation
  5. Führung
  6. Planung für das Qualitätsmanagementsystem
  7. Unterstützung
  8. Betrieb
  9. Bewertung der Leistung
  10. Verbesserung
Kap. 4.2 Verstehen der Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien
Kap. 6,1 Maßnahmen zum Umgang mit Risiken und Chancen
Kap. 6.3 Planung von Änderungen
Kap. 7.1.6 Wissen der Organisation
Kap. 8.2 /8.2.2. Bestimmung von Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen



Was ändert sich durch die neue ISO 14001:2015 für Ihr Unternehmen? Was müssen Sie anpassen?

Die NEUE ISO 14001:2015 nutzt nun ebenfalls die sogenannte „High Level Structure“. Diese gliedert sich in  die folgenden 10 Kapitel:
1. Anwendungsbereich
2. Normative Verweisungen
3. Begriffe
4. Kontext der Organisation
5. Führung
6. Planung für das Qualitätsmanagementsystem
7. Unterstützung
8. Betrieb
9. Bewertung der Leistung
10. Verbesserung
  • Die neue ISO 14001 verlangt ebenfalls eine aktivere Rolle der obersten Leitung. Diese soll künftig die Verantwortung für die Wirksamkeit des Managementsystems allein übernehmen. Die enge Verzahnung des Umweltmanagements mit der strategischen Führung, mit dem Controlling und damit mit der Unternehmensleitung muss dargestellt werden.
  • Stärker als bisher ist ein klares Bekenntnis zur Führungsaufgabe gefordert. Statt eines Qualitäts­management­beauftragten muss künftig ein Mitglied der Unternehmens- oder Organisationsführung das Thema repräsentieren. Die Managementbewertung  wird ergänzt um Aspekte der strategischen Ausrichtung, der Berücksich­tigung von Stakeholdern und der strategischen Risiko­betrachtung.
  • Die ISO 14001:2015 geht davon aus, dass ein Grundver­ständnis für Risikobewertungen für Organisationen aller Arten zunehmend wichtig ist. Deshalb wird erstmals das Konzept des risikobasierten Denkens eingeführt. Zwar wird kein Risikomanagement gefordert, doch sollen Organisationen Risiken identifizieren und angemessen berücksichtigen können. Im Gegenzug entfällt eine spe­zifische Forderung nach Vorbeugungsmaßnahmen.
  • Anstelle von Dokumenten und Nach­weisen wird nur noch von dokumentierter Information gesprochen.  Die Organisation kann anhand ihrer spezifischen Kompetenzen und Strukturen selbst ent­scheiden, in welchem Umfang dokumentieren will. Diese Entscheidung muss im Rahmen der Zertifizie­rung gegenüber dem Auditor begründet werden.


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