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QM und ISO TS 16949


Qualitätsmanagementsystem für die Automobilindustrie
 

Seit Ende der 1990iger Jahre gibt es die ISO / TS 16949, die alle bisher weltweit existierenden und veröffentlichten, Qualitätsnormen bzw. Forderungen der Automobilindustrie an ein Qualitätsmanagementsystem in sich vereinigt. Sie basiert auf der ISO 9001:2008 bzw. zukünftig auf ISO 9001:2015, enthält aber Zusatzforderungen für die Automobilindustrie, die in das Führungs- und Organisationssystem integriert werden sollen. Die Norm wird von allen Automobilherstellern weltweit anerkannt und soll einen Weg aus dem Zertifizierungslabyrinth der Automobilindustrie schaffen. 

Früher gab es häufig Mehrfachzertifizierungen, da es in den verschiedenen europäischen Ländern und Amerika unterschiedliche Normen gab (z.b QS 9000 in den USA, VDA 6.1 in Deutschland, EAQF in Frankreich und AVSQ in Italien). Das soll jetzt durch die Schaffung dieser einheitlichen Grundlage für Zertifizierungen verhindert werden. 
Diese Norm ist für alle Zulieferer und Hersteller verbindlich.
 
Durch die Zertifizierung nach ISO/TS 16949 erfüllt ein Unternehmen automatisch die Anforderungen nach ISO 9001:2008 und grundlegende Erwartungen der Automobilindustrie, mit dem Ziel, Kundenanforderungen bis hin zum Endverbraucher zu erfüllen.

Die ISO 16949 gilt für alle Standorte der Hersteller von Produkten und Dienstleistungen und deren Lieferanten für Produkte, Produktmaterial, Dienstleistungen (wie Lackieren, Oberflächenbehandlung und Galvanisieren) und anderen Produkten. Weiterhin gilt sie für die gesamte Lieferkette der Automobilindustrie, d.h. sowohl für direkte als auch indirekte Lieferanten. ISO/TS 16949 ist zwingende Voraussetzung für die Aufnahme in den Lieferantenstamm der Automobilhersteller.
 
ISO/TS 16949 kann aber nicht von allen Zertifizierungsgesellschaften abgenommen werden, sondern ausschließlich von Instituten, die von der IATF (International Automotive Task Force) zugelassen sind.
          
Forderungen der ISO/TS 16949 sind z.b die strategische Businessplanung, die Weiterentwicklung des Verbesserungsprozesses, eine stabile Prozessfähigkeit, die Verringerung der Streuung und Verringerung der Verschwendung in der Lieferkette und die Optimierung der Wertschöpfungskette. Des Weiteren wird, zusätzlich zu den bisher existierenden Normen, die Einführung eines Verfahrens zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und zur Mitarbeitermotivation und kontinuierlichen Verbesserung gefordert.


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