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EMAS - WISSENWERTES ZUR NEUEN EMAS

Wissenwertes zur neuen EMAS

Die Abkürzung EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme und ist im deutschsprachigen Raum auch bekannt als Öko-Audit oder Umwelt-Audit. Hinter diesen Begriffen steht eine europäische Verordnung aus dem Jahre 1993, mit der ein EU-weit einheitliches Umweltmanagementsystem eingeführt wurde, an dem sich Betriebe und Organisationen freiwillig beteiligen können.

Die EMAS musste in den darauf folgenden Jahren immer wieder angepasst werden:

2001: Integration der Norm ISO 14001 als Managementsystemanforderung, Aufhebung der Teilnahmebeschränkungen und ein einheitliches EMAS-Logo als Erkennungszeichen.


2009: Weltweite Öffnung, verstärkte Berücksichtigung der Belange kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) und die Einführung vergleichbarer Indikatoren zur Darstellung der Leistungsverbesserung.

Die Verbindung zwischen EMAS und ISO 14001 gestattet interessierten Unternehmen, die bereits die in der ISO 14001 genannten Voraussetzungen an das Umweltmanagementsystem erfüllen, mit verhältnismäßig wenig Zusatzaufwand auch an EMAS teilzunehmen.

Umgekehrt kann jeder Betrieb, der sich für eine Teilnahme an EMAS entscheidet, ohne Zusatzaufwand, auch die Zertifizierung nach der ISO 14001 vornehmen lassen und verfügt dann über beide Zertifikate und damit doppelte Werbe- und Vermarktungsmöglichkeiten. Am 02.04.2009 hat das Europäische Parlament (EP) in erster Lesung der Novelle der EMAS-Verordnung (EMAS) zugestimmt. Schwerpunkte der Änderungen der „Verordnung über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung“ liegen in den Bereichen Berichterstattung (Einführung von Kernindikatoren) und in der Förderung der Teilnahme von kleinen und mittleren Organisationen (KMU).

Ein besonderer Schwerpunkt liegt also auf der Forderung der Teilnahme von kleinen und mittleren
Organisationen. die die große Masse der europäischen Betriebe und Einrichtungen darstellen. Um die Nutzung des EMAS-Zertifikats zu fördern, gelten für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten verlängerte Fristen für die Prüfung durch Umweltgutachter.

Validierungszyklen für kleine und mittlere Unternehmen

Als Grundregel gilt, dass wie bisher eine jährliche Überprüfung von Organisationen durch den Umweltgutachter
stattfindet. Die jeweils von der Organisation zu aktualisierende Umwelterklärung ist von diesem zu „validieren“, also für gültig zu erklären, alle drei Jahre ist eine konsolidierte Fassung der Umwelterklärung zu validieren.

Diese kleinen Organisationen brauchen nun auf Antrag bei den zuständigen Stellen lediglich alle vier Jahre eine validierte komplette Umwelterklärung und alle zwei Jahre eine validierte Aktualisierung der Umwelterklärung vorzulegen. Dabe dürfen jedoch (wie bisher) keine wesentlichen Änderungen bei der Organisation und keine wesentlichen Umweltrisiken oder lokalen Umweltprobleme vorliegen. Das Vorliegen dieser Voraussetzungen hat der Umweltgutachter zu bestatigen. Gegenüber der bisherigen Lage ergeben sich hierdurch Erleichterungen für Organisationen mit 50 bis 250 Mitarbeitern, die nach der EMAS-Verordnung von 2001 bislang einer jährlichen Validierungspflicht unterlagen. Allerdings ist eine nicht validierte Aktualisierung der Umwelterklärung in jedem Fall jährlich den zuständigen Stellen zu ubersenden.

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